Was wollen Jugendliche wirklich? Die Steirische Jugendstudie liefert Antworten darauf. (Credit: dieindustrie.at/Kniepeiss)

Was Jugendliche wirklich wollen

Gut bezahlte Ausbildungen nach der Matura? Partys und Ausgehen? Für die Steirische Jugendstudie hat man näher nachgefragt. Knapp 140.000 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren leben hierzulande, für die Jugendstudie 2017 wurden 2257 SchülerInnen sowie Lehrlinge befragt und gaben dabei auch Einblick in die wichtigste Entscheidungsgrundlage für die Berufswahl. Für fast alle Befragten sind das nämlich nach wie vor die Eltern.

Beruf & Karriere

Exakt 93 Prozent sind es, die in der Studie das Gespräch mit den Eltern als wichtigste Entscheidungsgrundlage für die Berufs- und Ausbildungswahl angeben (und damit nochmals um 7 Prozentpunkte mehr als schon 2014). Eine gute Ausbildung ist für beinahe die Hälfte der Jugendlichen sehr wichtig. Damit wollen sie sich im Berufsleben entweder selbst verwirklichen oder genug Geld verdienen, um sich in der Freizeit selbst zu verwirklichen. Die Work-Life-Balance darf aber in diesem Zusammenhang nicht zu kurz kommen. Es ist unbestritten, dass es bei den jungen Menschen eine starke Freizeitorientierung gibt, 48% etwa legen viel Wert auf sportliche Aktivitäten. Fraglich ist, ob das vor zwanzig Jahren so viel anders war.

Die Werte

Ganz allgemein ergibt sich aus der Befragung das Bild einer zuversichtlichen und gut geerdeten Generation. Nach den konkreten Wertevorstellung gefragt, spielt für die jungen Frauen und Männer der Steiermark die Familie mit 71% nach wie vor die größte Rolle, gefolgt von den Themen Gesundheit (48%), Spaß haben (42%), Freundschaft (36%), Beruf und Bildung (35%). 2017 ist ein Schub in Richtung mehr Ernsthaftigkeit erkennbar: Im Vergleich zu 2014 gaben um zehn Prozent weniger Jugendliche an, dass „Partys und Ausgehen“ für sie sehr wichtig sind.

Die digitale Welt

Wenig überraschend sind die Ergebnisse zum Umgang mit sozialen Medien. Es handelt sich dabei nicht mehr um Kanäle, die besucht werden. Whatsapp, Instagram und Snapchat sind integraler Bestandteil des Alltags, die Jugendlichen verbringen 4,5 Stunden täglich auf diesen Kanälen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass mit der ständigen Präsenz aber auch der Druck auf die Jugendlichen steigt. Es geht häufig um die ästhetische Oberfläche, um jederzeit optimistische, leistungsbereite, gut gelaunte Menschen – bekäme man keine Bestätigung via Likes wäre das eine mittelschwere Katastrophe.

Was wollen Jugendliche wirklich? Die Steirische Jugendstudie liefert Antworten darauf. (Credit: dieindustrie.at/Kniepeiss)
Was wollen Jugendliche wirklich? Die Steirische Jugendstudie liefert Antworten darauf.
(Credit: dieindustrie.at/Kniepeiss)

Quellen:
Kurier vom 9. Juli 2017
Kleine Zeitung Online

×

Comments are closed.