Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion

Was die Älteren über die Jüngeren denken

Neue Umfrage der WKO-Sparte Industrie unter den Ausbildungsverantwortlichen in steirischen Unternehmen gibt Einblick in die Arbeits- und Wertewelt der Generation Y – aus Sicht der Älteren.

Die Generation Y sind all jene, die zwischen 1980 und Mitte der 1990er-Jahre geboren sind. Was die Werte betrifft und auch die Anforderungen an Ausbildung und Arbeit, gibt es dabei große Unterschiede zu anderen Generationen. Am 20. September 2017 diskutierten dazu Markus Hengstschläger (Jugendforscher), Angelika Kresch (Obfrau der Sparte Industrie und eine der Initiatoren des Projekts Technical Experts), Markus Tomaschitz (AVL List) und Marigona Rexhaj (Vertreterin der Generation Y).

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion
Spannende Podiumsdiskussion zum Thema „Generation Y“ mit Markus Hengstschläger, Marigona Rexhai, Angelika Kresch und Markus Tomaschitz (v.l., Fotocredit: Fischer)

Wertewandel im Unternehmen

„Mit dem nun stattfindenden Generationswechsel kommen neue Herausforderungen auf unsere Betriebe zu“, erklärt Kresch, und auch, dass viele Betriebe bereits Veränderungen vorgenommen haben, um diesen neuen Ansprüchen gerecht zu werden, etwa durch projektbasierte Arbeitsmodelle. „Umso wichtiger ist es, dass man auch die rechtlichen Rahmenbedingungen diesen Anforderungen anpasst“, so Kresch.

Die Umfrage unter 119 Industriebetrieben zeigt unter anderem:

  • 51 Prozent der befragten steirischen Industriebetriebe haben bereits Veränderungen vorgenommen, um den Ansprüchen entgegen zu kommen: etwa flexiblere Arbeitszeiten, neue projektbasierte Arbeitsmodelle, Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement oder einen Ausbau des Aus- und Weiterbildungsangebots. 69 Prozent planen diesbezüglich in den nächsten drei Jahren weitere Veränderungen vorzunehmen.
  • Was die Arbeitsweise betrifft, steht Teamwork an 1. Stelle: 90 Prozent der befragten Industriebetriebe geben das für die „Generation Y“ als sehr wichtig oder wichtig an. Auf Platz 2 und 3 folgen die jeweilige Arbeitsplatzausstattung (87 Prozent) sowie das standortunabhängige Arbeiten (82 Prozent).
  • Die Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber wird vom Selbigen allerdings nicht sehr hoch eingeschätzt: Nur 8 Prozent geben an, dass dies der Generation Y sehr wichtig sei, 31 Prozent sagen es sei ihnen zumindest wichtig.
  • Bei den beruflichen Perspektiven landet Bezahlung nur knapp auf Platz 1 (95 Prozent sehr wichtig bzw. wichtig), fast ebenso wichtig werden Weiterbildungsangebote eingestuft (89 Prozent). Etwas abgeschlagen dahinter finden sich Karriere und Arbeitsplatzsicherheit.

 

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