An Turbinen für moderne Wasserkraftwerke kann man mit der Ausbildung zum Technical Expert bei Andritz Hydro mitarbeiten. (Credit: dieindustrie.at/Kniepeiss)

Vom Mühlwerk zum modernen Wasserkraftwerk

„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ – wie im bekannten Kinderlied besungen, nutzen die Menschen Energie aus Wasserkraft schon seit jeher. Heute finden sich Mühlräder in altbekannter Form kaum noch. Sie haben sich durch den technischen und digitalen Fortschritt zu Hightech-Turbinen weiterentwickelt. Mit der Ausbildung zum Technical Expert kann man an dieser Entwicklung mitwirken.

Früher sorgten alte Mühlwerke für eine umweltschonende Stromversorgung. Wasserbetriebene Mühlen entstanden zum Beispiel um 100 v. Chr. in Anatolien. Heutzutage ist das anders. Die Mühlräder haben sich nicht nur im Aussehen verändert. Auch die verwendeten Materialien und ihr Einsatzgebiet haben sich weiterentwickelt. „Seit der Erfindung der unterschiedlichen Turbinen hat sich in diesem Bereich viel verändert. Versuchte man zuerst, die Wirkungsgrade zu steigern, sind die Turbinen von heute eine der effizientesten Energieanlagen zur Energieproduktion“, erklärt Franz Grundner, Global Product Group Manager der Andritz Hydro.

Chance nach der Matura

Fortschritt durch Technik also. Ein Pionier auf dem Gebiet Wasserkraftwerk ist das Technical-Experts-Unternehmen Andritz Hydro und mit der Ausbildung zum Technical Experts nach der Matura kann Teil dieses innovativen Unternehmens sein. Bei der technische Ausbildung, die neben Andritz Hydro von rund 40 weiteren steirischen Unternehmen angeboten wird, wird in den Bereichen Metalltechnik und Mechatronik angeboten.

Der Weg zum modernen Wasserkraftwerk

Nicht nur die Turbinen haben sich in Aussehen, Funktion und Einsatzort verändert. Die heutigen Wasserkraft-Anlagen haben sich auch im digitalen Bereich weiterentwickelt. „Die Anlagen haben sich vor allem im Bereich der Sensorik weiterentwickelt. Sie sind mit mehreren Sensoren bestückt, mithilfe derer man am Ende des Tages die Daten auswerten und analysieren kann“, betont Grundner. „Das heißt, die Anlagen werden stärker überwacht. In der Vergangenheit arbeiteten sie bereits mit Temperatur- und Schwingungsüberwachung. Das zählte im vergangenen Jahrhundert bereits zum Stand der Technik. Mittlerweile erhält man durch die zusätzlichen Sensoren tiefere Einblicke und hat somit auch die Möglichkeit, Berechnungen durchzuführen oder bessere Vorhersagen zu treffen.“

Auch die Einsatzmöglichkeiten der neuen Maschinen haben sich weiterentwickelt. So sind herkömmliche Freistahlturbinen im Fallhöhenbereich von 100 bis 1.200 Metern im Einsatz. Einige wenige Maschinensätze sind sogar im Fallhöhenbereich bis zu 1.800 Metern im Einsatz.

Turbine: das Herz des modernen Wasserkraftwerks

Geht es um die Turbinen an sich, werden 3 Arten unterschieden:
• die Pelton Turbine (Freistahlturbine)
• die Francis Turbine (Radialturbine) sowie
• die Rohrturbine oder Kaplanturbine (Axialturbine)

Vergleicht man die Anfänge dieser Turbinen mit den fortschrittlichen von heute, verbindet sie lediglich ihre Funktionalität. „Die Veränderungen sind größtenteils dem Bestreben geschuldet, immer bessere Wirkungsgrade zu erzielen. Einen maßgeblichen Beitrag zu diesen Veränderungen haben aber auch optimierte oder neue Materialien sowie optimierte Fertigungstechnik geleistet. Erst durch die Kombination dieser Faktoren mit einem hohen Maß an hydraulischer Entwicklung können moderne Turbinen diese hohe Effizienz erreichen“, erklärt Grundner. Sehr deutlich wird dies zum Beispiel bei einer Gegenüberstellung von Laufrädern aus verschiedenen Epochen.

Peltonturbine der Gigant im Wasserkraftwerk

Die Pelton- oder Freistahlturbine der Andritz Hydro ist nur eine der effizienten Energielieferanten. Sie kommt bei einer Fallhöhe von 100 – 1.800 Metern zum Einsatz. Weltweit installierte das Technical-Experts-Unternehmen bereits 31.000 Turbinen mit einer Leistung von 430.000 Megawatt.

An Turbinen für moderne Wasserkraftwerke kann man mit der Ausbildung zum Technical Expert bei Andritz Hydro mitarbeiten. (Credit: dieindustrie.at/Kniepeiss)
An Turbinen für moderne Wasserkraftwerke kann man mit der Ausbildung zum Technical Expert bei Andritz Hydro mitarbeiten.
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