Schnee- und Eisskulpturen werden beim Eis- und Schnee-Festival und beim Eislaternen-Festival im Winter in Harbin ausgestellt.

Und nach der Lehre? Ab nach China!

Nach einer Lehre im Bereich Metalltechnik oder Mechatronik stehen viele Karrierewege offen, auch im Ausland. Dominik Utri hat sich dabei für eine Tätigkeit in China entschieden und dabei Land und Leute kennengelernt.

Seine Lehre zum Metalltechniker bei Andritz AG in Graz hat Dominik Utri 2012 abgeschlossen, danach hat es ihn ins Ausland gezogen. Seit eineinhalb Jahren ist der Grazer nun in der Millionenstadt Harbin im Norden Chinas bei einer Partnerfirma von Andritz AG tätig.

Supervisor in China
Zu den Aufgaben des 20-Jährigen zählt es, komplex aufgebaute Dichtungen und die Lagerung vorzubereiten. Die Arbeitsweise unterscheidet sich dabei in vielerlei Hinsichten von jener in Österreich. „Man muss in seinem Arbeitsbereich alles selbstständig managen und die Sprache ist natürlich auch ein großer Unterschied. Außerdem habe ich in Harbin eine Supervisor-Funktion, ich schule also chinesische Mitarbeiter“, erläutert Utri. Gute Englischkenntnisse sind dabei unerlässlich.

Und: ein ruhiges Gemüt. „Man arbeitet oft mit Menschen zusammen, die nicht die eigene Muttersprache sprechen. Dabei kommt es oft zu Missverständnissen, die viele Menschen nicht so einfach wegstecken können.“

Nicken ≠ Zustimmung
Die Lebensweise in China unterscheidet sich deutlich von jener in Österreich. „Der Umgang mit Mitmenschen und die Essgewohnheiten sind nur einige Beispiele dafür. Es braucht schon einige Zeit, um sich an diese Unterschiede zu gewöhnen.“ Einige Beispiele: Wenn jemand mit dem Kopf nickt bedeutet das in China, dass er zuhört und nicht dass er zustimmt. Chinesen zeigen grundsätzlich wenig Mimik. Für Chinesen ist es aber auch nichts ungewöhnliches, während einer Präsentation Privatgespräche zu führen oder sein Handy laut klingeln zu lassen. Das gilt nicht als unhöflich. Auch mit der Zeitplanung wird sehr locker umgegangen.

Beim Essen lautet die Devise Reis statt Brot, schon beim Frühstück. Man isst grundsätzlich dreimal täglich warm. Beim Abendessen sollte bei jedem Gang etwas übrig lassen, aufessen gilt als unhöflich.

Chancen nutzen
Seine Karriere würde Utri auch heute wieder mit einer Lehre starten. „Die Ausbildung war super und nachher bieten sich einem verschiedene Chancen – man muss sie nur nutzen“, motiviert der Grazer.

Schnee- und Eisskulpturen werden beim Eis- und Schnee-Festival und beim Eislaternen-Festival im Winter in Harbin ausgestellt.
Schnee- und Eisskulpturen werden beim Eis- und Schnee-Festival und beim Eislaternen-Festival im Winter in Harbin ausgestellt.

03.03.2014

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