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Im Check: 6 Vorurteile über technische Berufe

Über die Mär der Techniker/in im stillen Kämmerlein und andere Vorurteile, mit denen technische Berufe zu kämpfen haben.

1. Man muss schon in der Schule ein Mathematikgenie sein.
„Vor allem Mädchen unterschätzen ihre Mathematikkenntnisse oft“, ist sich Elenore Hödl vom Institut für Frau und Familie Steiermark sicher. Und außerdem: „Sprachliche und kreative Begabung schließen einen technischen Beruf keineswegs aus.“ Für Lehrlinge gibt es außerdem die Berufsschulen, in denen das fachliche Know-how vertieft wird. Vor Beginn der Ausbildung sollten Integral und Algebra zwar keine Fremdwörter sein, eine glatte Eins im Zeugnis ist aber keineswegs Voraussetzung.

2. Techniker/innen hantieren ständig mit Schmutz.
Natürlich gibt es Arbeiten, bei denen die Finger nicht ganz sauber bleiben. Diese Arbeiten stehen aber keineswegs auf der To-Do-Liste aller Fachkräfte in technischen Berufen. „Unsere Mitarbeiter gehen am Abend mit einer sauberen Jeans nach Hause“, berichtet zum Beispiel Anita Grossmann, Lehrlingsverantwortliche bei Pankl Racing, aus dem Alltag der Metalltechniker-Lehrlinge.

3. Techniker/innen arbeiten alleine im stillen Kämmerlein.
Teamarbeit und Kundenkontakt zählen auch für Techniker/innen zum Arbeitsalltag. Sprachliche Gewandtheit und kompetentes Auftreten werden immer wichtiger, wie zahlreiche Studien bestätigen.

4. Ich weiß gar nicht, was ein/e Techniker/in macht.
Einblicke in die Berufe geben Portale wie BerufsInformationsComputer und Karrierevideos.at. Auch Schnuppertage und Betriebsführungen (zB im Rahmen von Erlebniswelt Wirtschaft – made in Styria) können Abhilfe schaffen.

5. Technische Berufe sind eintönig.
Alleine für den Lehrberuf Metalltechniker gibt es acht verschiedene Hauptmodule und außerdem noch Spezialmodule. Auch nach der Ausbildung kann man zwischen unterschiedlichen Arbeitsbereichen wählen.

6. Technische Berufe sind eine Männerdomäne.
Nicht das Geschlecht sondern die individuellen Fähigkeiten entscheiden über den Erfolg im Beruf. Frauen in technischen Berufen sind heute längst keine Seltenheit mehr. Auch Alexandra Prott hat sich für eine technische Lehre entschieden – als Mechatronikerin bei SSI Schäfer Peem. „Die Zusammenarbeit mit den Burschen funktioniert problemlos“, so die Grazerin.

 

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