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15 Jahre Lehrberuf Mechatroniker/in

Programmieren und Energieeffizienz optimieren zählen heute zur täglichen Arbeit von Mechatroniker/innen. 2014 feiert der Lehrberuf Mechatroniker/in seinen 15. Geburtstag, Technik-Nachwuchs wird dringend gesucht.

Wer sich für eine Ausbildung zum Technical Expert entscheidet hat die Wahl zwischen den Berufsbildern Metalltechniker/in und Mechatroniker/in. Was macht eigentlich ein/e Mechatroniker/in?„Mechatronik vereint Elektrik und Mechanik“, erklärt Mechatroniker-Lehrling Jakob Preßler aus Voitsberg. „Ich zerlege Motoren, repariere diese und arbeite mit Computersteuerungen und Schaltungen“, nennt Preßler einige Beispiele. Mechatroniker stellen mechatronische Bauteile und Systeme her und warten bzw. reparieren diese. Sie messen elektrische und nichtelektrische Größen, stellen Steuerungen und Funktionen ein und programmieren computergesteuerte Anlagenteile.

Programmieren von Maschinen
Auch das Verbinden von Hard- und Software-Komponenten in EDV-Systemen und das Programmieren von Maschinen – beispielsweise für die Herstellung von Fahrzeugteilen oder Heizungsanlagen – zählen zu den Aufgaben von Mechatroniker/innen. Zur Programmierung von Maschinen bedienen sie Steuerungsprogramme wie zB SPS.

Unterschied zum Elektrotechniker
„Der Elektrotechniker führt Installationen zum Beispiel in Häusern durch und sorgt für den Netzanschluss“, beschreibt Karl Wagner, Innungsmeister der steirischen Mechatroniker, den Unterschied zum Elektrotechniker.

Entwicklung der Lehrlingszahlen
Möglich ist die Lehre seit 1999, nach drei Jahren (2002) gab es steiermarkweit 91 Lehrlinge, 2006 waren es schon 227 und mit Ende 2013 waren es 314.

„In erster Linie ein Laptop notwendig“
„Der Beruf Mechatroniker ist entstanden, weil die Mechanik nicht mehr ohne die Elektronik ausgekommen ist“, erklärt Wagner. „Vor etwa 15 Jahren reichte es aus, einen Geschirrspüler oder eine Waschmaschine mit Hilfe eines Werkzeugkoffers zu reparieren, heute ist dazu in erster Linie ein Laptop notwendig“, bringt es Wagner auf den Punkt. Einen Lehrberuf „Mechaniker/in“ gibt es seit 15 Jahren außerdem gar nicht mehr.

Energieeffizienz und komplexe Maschinen
Eine weitere Veränderung ist laut Wagner, dass Energieeffizienz ein immer wichtigeres Thema wird. Das müssen Mechatroniker bei der Arbeit mit den Maschinen berücksichtigen. „Und die Maschinen werden immer komplexer, auch deshalb steigen die Anforderungen an die Mechatroniker.“

Roboter und Automatisierung
Diese Veränderungen bestätigt auch Wolfgang Schwarzl, Direktor der Berufschule Eibiswald, an der Mechatroniker/innen unterrichtet werden: „Wir lehren in unseren Labors mittlerweile auch das Programmieren von Robotern und arbeiten verstärkt mit speicherprogrammierbaren Steuerungen. Außerdem geht es immer stärker in Richtung Automatisierung.“

Jetzt bewerben!
Das Interesse an Ausbildungen zum Mechatroniker steigt zwar, die Zahl der qualifizierten Bewerber ist laut Wagner aber noch immer viel zu gering. „Wir benötigen dringend junge Menschen mit technischem Interesse und fundierter schulischer Ausbildung“, sagt Wagner. Eine Bewerbung für ist ab sofort direkt bei den Unternehmen möglich. Die Bewerbungsfristen für den Ausbildungsstart im Sommer/Herbst 2014 laufen bereits auf Hochtouren.

karrierevideo_mechatronik

09.01.2014

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